Escucha unterwegs in Europa

Bei unserer Arbeit sind wir nicht nur in Deutschland unterwegs, sondern auch in der ganzen Europäischen Union.

Für das Europäische Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) erstellen wir das EZA-MAGAZINE in fünf Sprachen (DE, FR, EN, ES, IT). Adressaten sind Abgeordnete des Europaparlaments und Multiplikator:innen aus Arbeitnehmerorganisationsn aus ganz Europa. Die Edition 3/2021 verschicken wir im Dezember. Wer möchte, kann sich hier kostenlos für den Empfang des Magazins anmelden.

Im kommenden Jahr planen wir das Magazin zusätzlich als Podcast anzubieten.

DER ÖKOLOGISCHE WANDEL IM BAUSEKTOR

Laetitia Baldan Delgado

Schwerpunkt in dieser Ausgabe ist unter anderem der ökologische Wandel im Bausektor. Dazu haben wir Laetitia Baldan in Brüssel getroffen. Die belgische Gewerkschafterin organisiert internationale Seminare und setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen im Bausektor ein. Ein paar Zahlen und Fakten: Bis zu 15 Prozent des gesamten EU-Recovery-Plans zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen von Corona gehen in den Bausektor.

Gleichzeitig sind dort die Arbeitsbedingungen so prekär wie kaum zuvor. Das heißt, dass vor allem junges Personal fehlt. Doch genau dieses geschulte Personal bräuchte man, um energieeffizient und nachhaltig bauen zu können. Menschen wie Laetitia übernehmen die Lobbyarbeit für Arbeitnehmer:innen. „Wenn wir einen CO2-neutralen Bausektor wollen, geht das nur mit guten Arbeitsbedingungen“, erzählt Laetitia im Interview.

UNTERSTÜTZUNG FÜR SPANISCHE LANDFRAUEN

Carmen Quintanilla Barba

In Spanien arbeiten rund sechs Millionen Frauen in der Landwirtschaft. Gleichzeitig sind sie unterrepräsentiert, was Führungs- und Managementfunktionen im Agrarbetrieb betrifft. Denn das ist in Spanien, dessen Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, immer noch Männerdomäne.

Die Organisation Afammer möchte Frauen zu ihren Rechten verhelfen und bietet Weiterbildung an, leistet Lobbyarbeit und erreicht mit Aktionen gegen häusliche Gewalt auf dem Land eine breite Öffentlichkeit.

Carmen Quintanilla Barba hat die Organisation vor 40 Jahren in der spanischen Stadt Ciudad Real gegründet. Die ehemalige Parlamentsabgeordnete sagt, dass das Überleben der spanischen Dörfer von den Frauen abhängt. „Zwei von drei Menschen, die Städte und Dörfer mit weniger als 10.000 Einwohnern verlassen, sind gut ausgebildete Frauen. Wir erleben eine Maskulinisierung der Dörfer, die wir nicht akzeptieren dürfen.“ Im Interview erklärt sie ihre Strategie, um gegenzusteuern.

WEITERE THEMEN

Neben diesen beiden großen Interviews gibt es Berichte vom Europa-Kongress von JOC-Europe und vom EZA-Starseminar aus Wien. Veröffentlichungstermin der Ausgabe ist der 13.12.2021.

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